Das neue Buch aus der DENK-BAR: „Inside AfD“ von Franziska Schreiber

Das neue Buch aus der DENK-BAR

Franziska Schreiber (mit Peter Köpf): „Inside AfD. Der Bericht einer Aussteigerin“, Europa Verlag, 224 Seiten, 18 Euro

 

Mit ihrem Anfang August erschienenen Buch „Inside AfD“, geschrieben mithilfe der DENK-BAR, hat Franziska Schreiber große Aufmerksamkeit erzielt. Am 9. August sprang der Titel auf Platz 1 in der Amazon-Kategorie Bücher.

„Inside AfD. Diese Frau packt aus“, titelte Bild am Sonntag und druckte auf der ganzen dritten Seite Zitate aus dem Buch, das eine „knallharte Abrechnung“ sei. Das Handelsblatt empfiehlt das Buch, „weil da erstmals jemand öffentlich spricht, der Zugang zum engsten Parteizirkel hatte und daraus Innenansichten liefert“.

Seit einigen Tagen muss sich Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen Fragen gefallen lassen, die Süddeutsche Zeitung meldete auf Seite 1: „Verfassungsschutz-Chef soll Frauke Petry beraten haben“. Der Grund: Das Buch berichtet von mehreren Treffen Maaßens mit Petry: „Hans-Georg Maaßen signalisierte Petry, wenn die Partei mit einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu rechnen hatte, und er sagte ihr, was sie dagegen tun müsse.“ Petry stritt solche Zusammenkünfte ab. Inzwischen hat das Bundesinnenministerium die Treffen bestätigt.

Weitere Zitate aus dem Buch:

Die Zuwendung zur AfD ist im Osten ein Aufschrei derer, die nicht einverstanden sind mit dem Geschehen der vergangenen 28 Jahre, ein Hilferuf.

Interessant für die Rechten wurde die AfD erst, weil die Medien sie national und rechts nannten. Daraus entstand eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Frauke Petry war sachlich, aber nicht unterkühlt. Charmant, aber nicht schmierig. Selbstbewusst, aber nicht zickig. Ich glaube, ich war ein bisschen in sie verliebt.

Die AfD konnte die Welt verändern, das ganze politische System neu denken. Die ganze Welt war gegen uns? Egal, wir widerstanden.

In der AfD sind die gewählten Funktionäre Getriebene. Sie müssen dem Parteivolk nach dem Mund reden und drifteten mit ihm stetig nach steuerbord.

Das Volk, das die AfD regieren will, gibt es nicht. Und das Land, in dem die Mitglieder leben wollen, gibt es auch nicht.

Tatsächlich sehnten eine Menge Leute in der AfD einen Terroranschlag geradezu herbei. „Jetzt müsste es mal krachen“, hörte ich immer wieder.

In der Echokammer AfD werden die eigenen Ansichten immer wieder bestätigt. So entsteht zwangsläufig die Vorstellung einer schweigenden Mehrheit.

Das Programm der AfD camoufliert die wahren Ziele der Parteirechten, der heutigen Mehrheit. Es spiegelt das Stimmungsbild bei der Mehrheit der Partei nicht mehr wider.

In der JA branden immer wieder Debatten darüber aus, wie Oppeln und Stettin, Königsberg und Danzig wieder „heimkehren“ könnten.

Der Weg der AfD zur NPD ist kurz. Wenn’s der Zukunftsfindung dient, wäre eine vorübergehende Koalition akzeptabel. Die AfD würde die Kröte NPD schlucken.

Es wird nicht lange dauern, bis JA-Gruppen Ordnungswidrigkeiten begehen werden. Wenn diese Hemmschwelle gefallen ist, werden Straftaten folgen.

Warum sind die Verbrechen der Nazis für den Flügel so eine unerträgliche Belastung? Weil Kriegsbeginn und Holocaust ihren Träumen von einem Nationalsozialismus in einem neuen Kleid im Weg stehen.

Die Parteiführung folgt Höcke aus Angst vor Bedeutungsverlust. Die anderen Parteien folgen der AfD aus Angst vor Wählerverlust. Das ist ein katastrophaler Fehler!

Weil die heutige AfD und die NPD in ihren politischen Zielen grundsätzlich übereinstimmen, kann die AfD die NPD nahtlos ersetzen.

Sie interessieren sich so sehr für den Nationalsozialismus, weil sie die Formel suchen, die in den dreißiger Jahren zum Erfolg führte.

Heute ist die AfD, was Kritiker ihr zu Unrecht schon in den ersten Monaten ihres Bestehens vorwarfen: eine nationalistische, rassistische, xenophobe Partei.

Würde die AfD alle Rechtsextremisten des Wortes und des Geistes ausschließen, sie wäre bald eine Partei ohne Mitglieder.

 

 

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