WOKE Titel Buch Köpf Ramadani

Was ist eigentlich woke?

2 Min.

WOKE ist, wenn mühsam erkämpfte Frauenrechte zugunsten allerlei Gender und Identitäten aufgehoben werden. Woke ist ein Backlash. Zitat aus dem Buch: „Der Kampf der Frauen um Freiheit, Chancengleichheit und berufliche Selbstverwirklichung ist in Zentraleuropa sehr erfolgreich gewesen. In Politik und Wirtschaft gilt: Frauen kommen heute, wenn sie wollen und können, überall hin. Heute steht die Benachteiligung anderer Gruppen im Fokus. Dabei wenden sich die Woken auch gegen Frauen.“

WOKE ist, wenn Feministinnen und lesbische Frauen auf Parteitagen von Grünen und SPD ausgeschlossen werden sollen. Zitat aus dem Buch: „Das Feindbild der Woken ist längst nicht mehr der weiße Mann allein, mitgemeint ist auch die weiße Frau. Schon wollen ihre Wortführer und Alliierten Ur-Feministinnen und lesbische Frauen auf Parteitagen von Grünen und SPD ausschließen. Was ist da los?“

WOKE ist, wenn in der Welt von Hambi und Lützi mit Palästinenserfahnen für das Klima demonstriert wird, die iranischen Frauen, die gegen ihre männlichen Unterdrücker aufbegehren, dort übersehen werden.

WOKE war der österreichische Aktionskünstlers Hermes Phettberg schon vor 30 Jahren. Er genderte schon damals mit dem Y – nicht dem Chromosom, sondern dem Buchstaben. Aus Leuten, die bedienen, werden Kellny, aus Heilenden Ärzty, aus Studierenden Study und unsere Leserschaft wird zum Lesy – und alle natürlich Neutrums: das Menschy. Beim nächsten Hambi oder Lützi trietzen Demonstranty Bull*innen.

WOKE ist, dem Berliner Weihnachtsbaum die Krone abzusägen, um auf das Waldsterben durch den Klimawandel aufmerksam zu machen.

MEHR: Lesen Sie WOKE. Wie eine moralisierende Minderheit unsere Demokratie bedroht. Von Zana Ramadani und Peter Köpf

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

DENK-BAR Blog gut gemischt

Das neue Buch aus der DENK-BAR: „Inside AfD“ von Franziska Schreiber

Mit ihrem Anfang August erschienenen Buch „Inside AfD“, geschrieben mithilfe der DENK-BAR Peter Köpf), hat Franziska Schreiber große Aufmerksamkeit erzielt. „Bild am Sonntag“ lobte die „knallharte Abrechnung“, das „Handelsblatt“ empfiehlt das Buch, „weil da erstmals jemand öffentlich spricht, der Zugang zum engsten Parteizirkel hatte und daraus Innenansichten liefert“.