Weiberwirtschaft: So werden Sie eigene Chefin

Peter Köpf

Die Weiberwirtschaft in Berlin wird von der Europäischen Union unterstützt, um die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu beseitigen. Das ist ein guter und gerechter Gedanke. Denn jede Frau und mancher Mann ist überzeugt davon: Frauen müssen das Doppelte leisten, um Spitzenpositionen übernehmen zu dürfen. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist laut Weiberwirtschaft, „eigene Chefin“ zu werden. Aber wie soll die Vorherrschaft der Männer unter den Boss_innen/Boss*innen/Boss/-innen gebrochen werden, wenn Frauen ihre eigene Chefin werden wollen statt unsere?

Wieso diese Selbstbeschränkung?

Viele Männer trauen sich dagegen zu, autonom zu sein und gleichzeitig Chef von anderen Menschen. Immerhin trägt diese Selbstbeschränkung zum Frieden unter den Geschlechtern bei. Frauen jedoch, die selbst Chefin werden möchten, raten wir zu äußerster Achtsamkeit. Schon kleinste Fehler können alle Hoffnungen auf eine Führungsposition zunichte machen. Wer auf dem Weg dahin stolpert, und sei es nur über Rechtschreibregeln, landet auf dem Boden der Tatsachen und erreicht nicht einmal die „gläserne“ Decke.

Die erste Frau, die uns drei Fehler auf dem Plakat der Weiberwirtschaft meldet, darf über eine Stunde kostenloses DENK-BAR-Lektorat frei verfügen. (Männer müssen aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit leider draußen bleiben.)

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